Büro 04847-1397
Fax 04847-809634
Mobil 0162-1027234

Haus

Jugendhilfeeinrichtungen Rettkowski

Familienwohngruppe
Rettkowski
Norderende 18, 25885 Oster-Ohrstedt

Teileinrichtung Eulenhof
-
Teileinrichtung Bahnhofstraße




1. Allgemeine Angaben zur Einrichtung

1 Anschrift der Einrichtung

2 Träger

2. Beschreibung

2.1. Grundlagen

2.2. Zielgruppe

2.3.1 Schulischer Bereich

3. Inhalt und Umfang der Leistung

3.1 Art der Hilfe

3.1.1 Betreuungszeiten

4. Hausbeschreibungen

5. Tagesablauf

6. Qualitätsmerkmale

6.1 Qualitätsentwicklung











1. Allgemeine Angaben zur Einrichtung


Anschrift der Einrichtungen:

Familienwohngruppe Rettkowski
Norderende 18, 25885 Oster-Ohrstedt
Tel. 04847/1397
Fax 04847/809634
Mobil 0162/1027234
Mail: fam.gruppe@rettko.de

Wohngruppe Eulenhof
Hauptstr.3 +5, 25885 Oster- Ohrstedt
Tel. 04847/809902
Fax 04847/809634

Wohngruppe Bahnhofstraße
Bahnhofstr.3, 25885 Oster- Ohrstedt
Tel. 04847/809902
Fax 04847/802022

Träger

Helga Rettkowski, Erzieherin und Heilpädagogin
Zusatzqualifikationen :
Psychomotorik/ Sensorische Integration
Systemisch/- lösungsorientierte Beratung
Councelor IGL, Fachrichtung Systemisch- Intergrative Paar- und Familientherapie
Psychologischer Berater/ Coach
Lerntherapie
Legasthenie- und Dyskalkulieförderung


2. Beschreibung der gemeinsamen Grundlagen der Teileinrichtungen

Die Familienwohngruppe Rettkowski lebt in einem Haus, in dörflicher Umgebung, zwischen Nord- und Ostsee im nördlichen Schleswig- Holstein. Neben Herrn und Frau Rettkowski lebt noch eine Großmutter mit im Haus. Zur Familie gehören zwei Hunde (Bobtails), als wichtige Partner erster Beziehungsangebote.

3.
Die Wohngruppe Eulenhof lebt in einem umgebauten Resthof, 300 m Luftlinie vom Haupthaus entfernt. Neben einem in der Nachbarwohnung lebenden Erzieher arbeiten zurzeit (nach der jeweiligen Belegungssituation) zwei weitere pädagogische Kräfte in der Gruppe.

Die Wohngruppe Bahnhofstraße lebt und arbeitet ebenfalls in Oster- Ohrstedt. Neben einem innewohnenden Erzieher arbeiten zurzeit zwei weitere pädagogische Kräfte in der Gruppe.

Die ruhige Lage ist verknüpft mit einer guten infrastrukturellen Anbindung an die schulischen und Freizeitangebote der nahegelegenen Kreisstadt Husum (12 km).
Das öffentliche „Dörpshuus“ mit Jugendraum, Tischtennisplatten sowie ein Sportplatz mit vielen Ballspielmöglichkeiten und im Winter Eislaufmöglichkeit, stehen in unmittelbarer Nähe zur Verfügung.
Fußläufig bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind die vielfältigen kulturellen Angebote der Städte Husum und Schleswig (20 km) schnell erreichbar. Eine Vernetzung mit den Jugendsporteinrichtungen des Dorfes sowie der Kreisstadt sind gewährleistet.
Für den Personentransport stehen zwei VW Caddies und ein Dacia (7- Sitzer) zur Verfügung.

In der Wohngruppe wird ein „echtes Familienleben“ angestrebt, in den anderen Gruppen ein familienanaloges Setting angeboten. Die Großmutter, die in einer Einliegerwohnung direkt am Haus wohnt, gehört – ihren Fähigkeiten entsprechend- zur täglichen Alltagsgestaltung dazu. Feste wie Weihnachten, Geburtstag etc. werden gemeinsam mit den Kindern und allen Familienmitgliedern gestaltet und erlebt. Soweit keine Heimfahrt in die Ursprungsfamilie möglich ist, können die Kinder und Jugendlichen die Ferien in der Wohngruppe verbringen und an einer gemeinsamen Ferienfahrt teilnehmen.

Herr Rettkowski verfügt über eine handwerkliche Grundausbildung (Kraftfahrzeugmechaniker, Bauschlosser, Schweißer). Im Rahmen der Diakonie hat er achtzehn Jahre Erfahrungen in der Jugendhilfe als Werkpädagoge gesammelt. In der gut ausgerüsteten Werkstatt können die Kinder und Jugendlichen ihre handwerklichern Fähigkeiten erarbeiten oder vertiefen.

Im mit zur Einrichtung gehörenden Eulenhof kann individuell nach künstlerischen Ambitionen gesucht werden.

Der Sohn der Familie hat eine Ausbildung zum Heilerzieher absolviert. Außer der regelmäßigen Vertretung obliegt ihm als aktiven Fußballer der bewegungspädagogische Teil der Arbeit.


2.1 Rechtliche Grundlagen

In der Familienwohngruppe Rettkowski stehen fünf Plätze für Hilfen zur Erziehung nach § 27 in Verbindung mit §§ 34 und 41 SGB VIII zur Verfügung.
Es ist grundsätzlich möglich, bei Bedarf die notwendigen Voraussetzungen zur Bereitstellung von Plätzen nach § 35 a zu schaffen.

In der Wohngruppe Eulenhof stehen vier Plätze für Hilfen zur Erziehung nach § 27 in Verbindung mit §§ 34 und 41 SGB VIII zur Verfügung.

In der Wohngruppe Bahnhofstraße stehen fünf Plätze für Hilfen zur Erziehung nach § 27 in Verbindung mit §§ 34 und 41 SGB VIII zur Verfügung.


2.2 Zielgruppe

Aufgenommen werden können Kinder und Jugendliche im Regelfall im Alter von 3 – 16 Jahren.
Bedingt durch die heilpädagogische Grundausrichtung können auch Kinder mit Behinderungen aufgenommen werden, so lange sie nicht einer rollstuhlgerechten Umgebung bedürfen.

Die Familienwohngruppe ist eine Einrichtung für Kinder und junge Jugendliche für die eine langfristige stationäre Hilfe angezeigt ist. Sie eignet sich auch für Geschwisterkonstellationen, sowie Kinder deren Unterbringung in Gruppen nicht ihrem Bedarf entspricht oder deren Defizite innerhalb einer Familienstruktur effizienter aufgearbeitet werden können. Die Kinder und Jugendlichen können bis zu ihrer wirtschaftlichen und persönlichen Selbständigkeit in der Familienwohngruppe verblei ben Die Ziele der Arbeit mit den Kindern sind im Rahmen der individuellen Hilfeplanung zusammen mit den Eltern, den Kin dern und den Jugendämtern zu entwickeln und in der Einrichtung unter Mithilfe der Erziehungsplanung im Alltag umzuset zen. Ziel der Maßnahme ist eine professionelle Hilfe und Förderung für Kinder und Jugendliche zur Aufarbeitung von Defiziten in ihrer Entwicklung durch Integration in eine Familie. So können Strukturen erlernt werden, die zu einer eventuellen Rückführung in die Ursprungsfamilie benötigt werden, bzw. welche die Basis bilden als Erwachsene selbst eine Familie gründen zu können.

Für Kinder und Jugendliche, für die eine zu dichte Familienbetreuung kontrainduziert wäre, stehen in der Wohngruppe „Eulenhof“ Plätze mit wechselnder Betreuerbegleitung zur Verfügung.

Die Gruppe Bahnhofstr. wird durch einen innewohnender Erzieher geleitet. Zwei zusätzliche Kräfte, eine Vollzeit, eine dreißig Stunden sowie eine Nachtbereitschaft (geringfügiger Arbeitsplatz) gehören zum Team.

Nicht aufgenommen werden können Personen mit einer Körperbehinderung, die ein rollstuhlgerechtes Haus benötigen.

Akute Suizidgefährdung oder stark hyperaktives Verhalten kann als Ausschlusskriterium gelten.

Kinder mit ADS- Problematik, bei denen hauptsächlich der Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsbereich gestört ist (im Gegensatz zu ADHS), können sehr gut in die Gruppe aufgenommen werden, da Frau Rettkowski über eine entsprechende Zusatzqualifikation verfügt (Sensorische Integration).




2.3. Schulischer Bereich

Eine Grund- und Hauptschule (jetzt Gemeinschaftsschule) befindet sich in unmittelbarer Nähe des Dorfes. Förderschulen für den G - Bereich sowie die weiterführenden Schulen befinden sich gut erreichbar (Linien- bzw. spezielle Schülerbusse) in der Kreisstadt Husum. An der dortigen Berufsschule sind Angebote für spezielle Ausbildungen im schulischen Bereich (zweiter Bildungsweg Hauptschulabschluss, Realschule, Gymnasium) sowie berufsvorbereitende Kurse vorhanden.

Schüler, die nicht den Regelschulweg einhalten können, haben die Möglichkeit in einem externen, mit den örtlichen Schulen und uns zusammenarbeitendem Bildungsinstitut eine gezielt der Reintegration dienende Förderung zu erhalten (je nach individuellem Hilfeplan- nicht im Regelsatz enthalten). Hierbei wird auch intensiv nach den Ursachen für die Schulleistungsverweigerung gesucht, wobei ein Hauptaugenmerk auf der individuellen Entwicklungspsychologie des einzelnen Kindes liegt.

Da gute kognitive Leistungen eines Kindes erst möglich sind, wenn das sensomotorische Fundament (Piaget) gefestigt ist, liegt ein Förderschwerpunkt unserer Einrichtung im Angebot der sensorischen Integration und der Psychomotorik. Die Schule setzt bei einem Lernanfänger allgemeine Lernfähigkeit und gutes Sozialverhalten voraus. Selbstvertrauen, Selbstkontrolle, Lernbereitschaft und Aufmerksamkeit sind Fähigkeiten, die man als Produkt einer intakten sensorischen Integration ( SI ist die Verarbeitung der sinnlichen Eindrücke und die Aufnahme und Organisation von Gedanken und Gefühlen zu sinnvollen und befriedigenden Handlungen) bezeichnen kann. Störungen in diesem Bereich sind häufig Mitauslöser von Hyperaktivität, Sprachstörungen, Legasthenie, Dyskalkulie und vielem mehr. Diese Förderung ist im Regelsatz enthalten.


3. Inhalt und Umfang der Leistung


3.1. Art der Hilfe

Vollstationär § 34

Flexible Angebote für Tagesbetreuungen sind im Rahmen der Einzelvereinbarungen möglich


3.1.1 Betreuungszeiten
Vollzeitbetreuung – über Tag und Nacht durch das Heimleiterehepaar sowie Vollzeit- und Honorarkräfte.


Über das achtzehnte Lebensjahr hinaus kann zwecks Verselbständigung des jungen Erwachsenen eine Teilzeitbetreuung erfolgen.
Schon während des Wohnens in der Familie wird das Erlernen einer Haushaltsführung angestrebt, um eine altersgerechte Selbständigkeit als Basis für ein betreutes Wohnen anzubahnen.


4. Hausbeschreibung

Das Haus „Familienwohngruppe“ mit einer Gesamtwohnfläche von 330 qm + 190 qm Keller + 21qm Wintergarten befindet sich auf einem 1200 qm großem Grundstück.
Vier Zimmer der Kinder befinden sich im Dachgeschoss, eins im Erdgeschoß der Einrichtung.

Zimmer 1 17,7 qm Zimmer 2 17,9 qm Zimmer 3 17,5 qm Zimmer 4 8,5 qm
Zimmer 5 16,0 qm

Im Erdgeschoss liegen Küche mit Essbereich und angrenzendem Gemeinschaftsraum. Die Kelleräume werden als Werkstatt (Zurzeit wird ein 30 Jahre alter Flipperautomat restauriert). Spiel und Kreativbereich genutzt (PC, Dart, Musik). Des Weiteren können im zweiten Haus der Einrichtung, im Eulenhof, großzugige Räume zum Essen, Hausaufgaben erledigen und zur Freizeitgestaltung genutzt werden.

Im Eulenhof stehen im Obergeschoss 3 Zimmer mit einer
Gesamtwohnfläche von ca. 110 qm zur Verfügung. Das viert
Zimmer befindet sich im Erdgeschoss sowie Wohnzimmer,
Küche und zweites Bad.

Das Haus Bahnhofstraße verfügt über 3 Zimmer im
Obergeschoss sowie einer Toilette. Ein Zimmer hat
ein eigenes Bad. Wohnzimmer, Küche, Bad und eine
zusätzliche Toilette befinden sich im Erdgeschoss. Die
Gesamtwohnfläche beträgt ca. 145 qm.






5 Tagesablauf

Elemente der Tagesgestaltung sind u.a.

Wecken - dabei altersspezifische Selbständigkeit fordern und fördern => altersgemäße Nachtruhe => geregelte Mahlzeiten - dabei Vor- und Zubereitung zusammen mit den Kindern => gemeinsame Planung und Gestaltung des Familienalltags
=>gezielte Aufgabenstellungen zur Verselbständigung und Entwicklung der Selbstbedienung in allen persönlichen Bereichen =>Vorbereitung und Realisierung von Höhepunkten und Traditionen => gemeinsame Freizeitunternehmungen und Spiel zur Entwicklung sozialer Kompetenzen => Schulbesuch - Regelmäßigkeit plus Pünktlichkeit, Ausdauer => Hausaufgabenbetreuung - individuelle schulische Förderung => individuelle Freizeitgestaltung - u.a. in Vereinen, Jugendeinrichtungen => Reflexion des Tagesablaufes - Förderung von Selbstbestimmung und Verantwortung => Entwicklung und Stärkung von Fähigkeiten und Fertigkeiten =>Motivation zukunftsorientierten Denkens und Handelns => Vermittlung ethischer Werte und humanistischer Grundlagen

=>Gesundheitspflege (z.B. gesunde Ernährung, Körpererfahrungen und Umgang mit der eigenen Sexualität), Besuch von Ärzten, Therapeuten und anderen der gesundheitlichen Betreuung dienenden Einrichtungen, Kulturtechniken wie Briefe schreiben, telefonieren, Computerbedienung oder Umgang mit Behörden zählen ebenso zu den Förderbereichen wie die Ausprägung künstlerischer und handwerklicher Fähigkeiten.


Spezielle Förderung erfährt der Bereich des Sozialverhaltens. Diese wird angestrebt insbesondere durch:

=> Sicherung entwicklungsfördernder pädagogischer Strukturen. => intensive langfristige Beziehungsarbeit, emotionale Verbindlichkeit rund um die Uhr, rund ums Jahr. => Stabilisierung der Persönlichkeit durch Erfahrung von Vertrauen und Sicherheit sowie das Training von Selbstwertgefühl und Selbststeuerung - Befähigung zur Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit bei Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft. =>Biographiearbeit

Durch die Einrichtung erfolgt eine individuelle Begleitung der schulischen und evtl. beruflichen Entwicklungswege der jungen Menschen. Neben der Arbeit mit den Eltern, Jugendamt und den Kindern/Jugendlichen wird die Kooperation mit der Schule/ Betrieb angestrebt. Durch Teilnahme an Elternversammlungen und Wahrnehmen von Lehrersprechzeiten soll ein enger Kontakt zur Schule gewahrt werden.

Durch die Familienwohngruppe werden spezielle schulische Fördermöglichkeiten (Stütz-/ Nachhilfeunterricht) organisiert.

Sollte sich herausstellen, dass eine normale Hausaufgabenhilfe durch die Betreuer nicht ausreicht, kann auf die fachliche Hilfe einer Nachhilfeorganisation übergeleitet werden. Dies wird im individuellen Hilfeplan festgelegt. Diese Kosten sind nicht im Leistungsentgelt enthalten.


6. Qualitätsmerkmale

Qualität bedeutet für uns in unserer Arbeit die fördernden Kräfte einer Familie als heilpädagogisches Mittel zu nutzen.
Dabei unterscheiden wir, ob es fördernder in einer Gruppe zu leben, wo die Betreuer immer die gleichen sind oder es individuell sinnvoller ist, diese Enge durch wechselndes Personal zu unterbrechen.

Unserer Überzeugung nach bietet dieser feste Rahmen Orientierung und Geborgenheit. Ein Wissen um die Kontinuität der Bezugspersonen und deren verlässliche, sich wiederholende Reaktionen, lässt Vertrauen in das individuelle „Sein“ wachsen und steigert somit das Wertgefühl, welches oft durch erlittene Bindungsstörungen herabgesetzt ist. Konflikte und durchschaubare Regeln helfen eine Sicherheit im Umgang mit den täglichen Anforderungen zu erfahren. Aggressivität und die Suche nach ständig neuen Reizen haben oft ihre Wurzeln in dem vorschnellen Beenden natürlicher oder gestalteter pädagogischen Beziehungen.

Dort anzusetzen ist unser Anliegen; daher arbeiten und leben wir voller Überzeugung in einer Familienwohngruppe, wobei wir gerade das „ Normale“ des Alltags als Qualität verstehen. Es müssen keine pädagogischen Situationen gestaltet werden, alles findet in Echtzeit statt. Für die therapeutische Begleitung bemühen wir uns im Regelfall um die Angebote unseres Umfeldes.

Ein besonderes Augenmerk wird in der Einrichtung auf die Elternarbeit gelegt. Unserer Überzeugung nach finden sich in nahezu allen Herkunftsfamilien Ressourcen, welche die Arbeit mit den Kindern/ Jugendlichen unterstützen. Im Zusammenwirken zwischen Kind/Jugendlichen, den Eltern, dem Jugendamt und der Einrichtung wird nach Wegen zur Realisierung entwicklungsfördernder Kontakte gesucht, soweit diese dem mit der Hilfe angestrebtem Ziel nicht zuwiderlaufen (§ 36 SGB VIII).


Herstellung, Erneuerung, Vertiefung des Kontaktes zwischen Eltern und Kind => Aktivierung und Stützung eines Prozesses der Reflexion/ Selbstbesinnung - Förderung der Kommunikation und Zusammenarbeit der Beziehungspersonen = Information über Entwicklungen des Kindes/ Jugendlichen in der Situation der Fremdunterbringung = Schaffung von Gesprächssituationen über aktuelle Ereignisse wie z.B. Beurlaubung zu den Eltern, Konfliktklärung,
Zweimal im Jahr bietet die Einrichtung den entfernter wohnenden Eltern an, ein Wochenende in einer im Dorf gelegener Elternwohnung zu verbringen, wobei die Kosten für zwei Übernachtungen übernommen werden. Sollten die Eltern einen längeren Urlaub auf eigene Kosten verbringen wollen, sind wir gerne bei der Planung behilflich.


Kontaktaufnahme:

Die Aufnahme in die Gruppe erfolgt bei Jugendlichen nach einem Erstgespräch in neutraler Umgebung. Sollte sich dabei eine ungefähre Vorstellung entwickeln, dass ein Zusammenleben möglich ist, wird eine Zeit für ein kostenpflichtiges Probewohnen vereinbart, in der sich alle Beteiligten kennen lernen können, um dann über die weitere Zukunft zu entscheiden .

Bei jüngeren Kindern sehen wir von einem Probewohnen ab.
Hier suchen wir das Kind gerne im Elternhaus auf und versuchen möglichst viele Informationen auch über Kontaktpersonen wie Kindergarten, Schule, mit Erlaubnis der Eltern evtl. Arztberichte zu erhalten, um im Vorfeld zu klären, ob ein gemeinsames Leben sinnvoll wäre.

Wir möchten damit verhindern, dass ein erneuter Beziehungsabbruch weit möglichst verhindert werden kann.

Die Phase der Ablösung aus der Familienwohngruppe wird entsprechend der nachfolgenden Lebenssituation des Kindes/ Jugendlichen (Rückkehr in die Herkunftsfamilie, Wechsel der Maßnahme, evtl. Nachbetreuung im eigenen Wohnraum) mit den Beteiligten langfristig und unter Einbeziehung aller Betroffenen vorbereitet. Besonders wichtig dabei ist, dem Kind/Jugendlichen das Vertrauen zu vermitteln, mit der neuen Lebenssituation klar zu kommen und die aufkommenden Ängste und Unsicherheiten abzubauen.

Intensive Elternarbeit sowie Einzelbetreuungen sind nach Absprache möglich und werden über Fachleistungsstunden abgerechnet.
Im Rahmen der flexiblen Hilfen sind auch Einzelvereinbarungen möglich.

Zur Stärkung des Gruppengeschehens finden in der Regel wöchentliche Familienkonferenzen statt.
Wechselnde Moderationen durch die Kinder stärken das Selbstwertgefühl, trainieren das freie Sprechen, was ins Schulleben transferiert werden kann. Ansätze zu „Mobbing“ werden sofort transparent und können besprochen werden.
Anfängliche Ängste vor diesem Instrument werden dadurch gemildert, dass am Beginn nur die Anwesenheit erforderlich ist. Nach einer Eingewöhnungsphase ist die Teilnahme aller Familienmitglieder an diesen Konferenzen verpflichtend.

Die Hilfeplanung findet in der Regel mit allen Beteiligten im Jugendamt der Entsendestelle statt, um den Eltern die Teilnahme zu ermöglichen. Bericht liegt mindestens eine Woche vor dem Hilfeplantermin vor.

Die Qualität der Mitarbeiter wird durch regelmäßige Fortbildungen (mindestens drei Tage pro Jahr) gefördert.

Supervision, in der Regel alle vier bis sechs Wochen, durch eine externe Psychologin ist verpflichtend für alle Teilnehmer am Beziehungsgeschehen der Einrichtung, soweit es die Fallarbeit der einzelnen Kinder und Jugendlichen betrifft.
Des Weiteren wird monatlich eine Gruppensupervision zur Klärung persönlicher Fragen und Stärkung der eigenen Kompetenzen angeboten.

6.1 Qualitätsentwicklung

Um über die neuesten Standards der Qualitätsentwicklung unterrichtet zu sein, sind wir seit 2003 Mitglied der IKH. Die Einrichtung verfügt über ein Qualitätsmanagementsystem.
Im Jahre 2004 führte die IKH das erste Auditverfahren bei uns durch, im September 2010 haben wir erneut unsere Qualität kollegial begutachten lassen.

Viel Wert legen wir auf regelmäßige Fortbildungen unserer Mitarbeiter. Zurzeit absolvieren Mitarbeiter Ausbildungen zum Psychotherapeuten HPG und zum Gestaltpädagogen. Es werden auch einrichtungsinterne Fortbildungen angeboten, teilweise durch die Leitung oder beauftragten Dozenten.


Eine regionale Vernetzung besteht zu folgenden Anbietern:

-Sozialraum Husum
-Sozialraum Mitte
-Kompass, Sozialraum Süd
-Eingliederungshilfe Nordfriesland
-Psychologisches Beratungszentrum
-Kinderschutzzentrum
-Elternschule NF
-Ambulanz der Kinderpsychiatrischen Klinik
- Turn- und Sportverein Husum 1875 e.V.
- Sportverein Ohrstedt (diverse Angebote)
- Husumer Sportvereinigung (Fußball)
- Pädagogisches/ therapeutisches Reiten, Ahrenviöl, Levke Greve
-Bildungsinstitut Hoysa, Husum, Nachhilfe und schulergänzende Angebote
-Berufsfortbildungswerk (Bfw), Husum